Intensiv - Komplex - TROCKEN
Alaska
Beschreibung
Alle Zutaten mit Eiswürfeln in ein Rührglas geben und kaltrühren. Anschließend in eine vorgekühlte Cocktailschale strainen und mit einer Orangenzeste garnieren.
Zutaten
-5cl Gin
-2cl Chartreuse Jaune
-2 Dashes Orange Bitters
-Deko: Orangenzeste
Woher kommt der Alaska Cocktail?
Wer genau den Alaska Cocktail wann erfunden hat, weiß man leider nicht. Es gibt zwei gängige Varianten dieses Cocktails. Der Alaska Cocktail wird erstmals 1914 in Jacques Straubs Buch “Drinks” erwähnt. Dieser beschrieb damals noch einen Drink aus Old Tom Gin, Gelber Chartreuse und Orange Bitters.
Eine weitere Erwähnung des Alaska Cocktail findet sich dann 16 Jahre später im Savoy Cocktail Book von Harry Craddock. Schon dieses Rezept unterscheidet sich stark von Straubs Alaska Cocktail Rezept. Craddock verwendet ein bisschen weniger Chartreuse und ließ die Orange Bitters weg. Außerdem verwendete er anstelle von Old Tom Gin einen London Dry Gin. Letztere Änderung entstand höchstwahrscheinlich aufgrund der sich ändernden Gin Präferenz in dieser Zeit. Auch heute ist London Dry Gin weitaus gängiger und beliebter als Old Tom Gin, weswegen letzterer heute in Alaska Cocktail Rezepten eigentlich keine Erwähnung mehr findet. Bei Drinks wie dem Tom Collins verhält sich das ähnlich.
Abgesehen von der Wahl des Gins, ähnelt die gängige, oben genannte Rezeptur eher der von Straub als der von Craddock.
Was ist ein Alaska Cocktail?
Ein Alaska Cocktail ist ein Twist auf einen klassischen Martini Cocktail. Deswegen wird er umgangssprachlich auch oft als “Alaska Martini” bezeichnet. Wie viele Cocktails seiner Zeit gilt auch der Alaska Martini heute schon beinahe als “vergessener” Klassiker, der sich aber langsam wieder ins Bewusstsein der Leute einschleicht.
Im Alaska Cocktail Rezept ersetzt der gelbe Chartreuse den Vermouth, was den Cocktail im Vergleich ein bisschen weniger trocken, dafür etwas floraler macht, als einen klassischen Martini.
Orange Bitters im Martini sind übrigens keine große Besonderheit. Es gibt tatsächlich einige Martini Rezepte, die Bitters erwähnen.
Wie macht man einen Alaska Cocktail?
Sowohl Straub, als auch Craddock beschreiben den Alaska Cocktail als geschüttelten Cocktail. Das scheint seltsam, lernt der angehende Bartender doch als eine der ersten Lektionen, dass man einen Martini niemals schüttelt. Allerdings ist die Erkenntnis, Cocktails nach der klassischen Definition (Spirituose, Süße, Bitters) lieber zu rühren, eine mehr oder weniger moderne.
Bereits einige Old Fashioned Rezepte aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden im Shaker zubereitet, bevor man diese Vorgehensweise über die Jahre wieder verwarf. Auch der berüchtigte Vesper Martini wird – zumindest nach Ian Fleming – ”geschüttelt, nicht gerührt”.
Wir sind allerdings beim Alaska Cocktail Rezept der Meinung, dass es gerührt etwas besser funktioniert als geschüttelt.